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Herzlich willkommen

… und vielen Dank für Ihr Interesse! Mein Name ist Lea Schönberger und ich bin Computerwissenschaftlerin. Genauer gesagt habe ich sechs Jahre lang als Forscherin und Doktorandin im Bereich Informatik gearbeitet, bevor ich im August 2023 erfolgreich meine Doktorarbeit verteidigt habe. Seit Anfang 2024 verfolge ich als freie Wissenschaftskommunikatorin und -journalistin das Ziel, mein Wissen weiterzugeben und dazu beizutragen, dass möglichst viele Menschen Zugang zu Informatikwissen erhalten und mit diesem die Welt ein kleines bisschen besser machen können.


Mein Weg

Wissen und der Erwerb von Wissen spielten schon immer eine große Rolle für mich. Seit meiner Kindheit war ich – um Goethes Faust zu zitieren – bestrebt, zu verstehen, “was die Welt im Innersten zusammenhält”. Geboren in Hessen und aufgewachsen auf einem kleinen Bauernhof im (etwas zu) beschaulichen Westerwald, wurde mir bereits sehr früh klar, dass Wissen mir den Weg in die Freiheit ebnen würde – die Freiheit, eine Gegend zu verlassen, in der sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, die Freiheit, meine eigenen Interessen zu verfolgen, und die Freiheit, über mich selbst hinaus zu wachsen. Also lernte ich so ziemlich alles, was mir unterkam, egal ob Altgriechisch, Mandarin oder C++.

Meine erste Begegnung mit der Informatik – oder, genauer gesagt, mit einem Teilgebiet der Informatik – hatte ich im Alter von zehn Jahren. Als ich feststellte, dass ich schreibend Dinge erschaffen und gestalten konnte, nämlich durch das geschickte Aneinanderreihen von Programmierbefehlen, war es um mich geschehen. In Ermangelung von Menschen, die mich lehren konnten, und mir zugänglichen Ressourcen, aus denen ich Wissen schöpfen konnte, war mir der Erwerb von Informatikkenntnissen leider nur auf sehr mühsame Weise und in nicht zufriedenstellendem Maße möglich. Aus diesem Grund wandte ich mich damals zunächst meiner anderen großen Liebe, der lateinischen Sprache, zu.

Schlussendlich bin ich doch noch Computerwissenschaftlerin geworden, habe (unter anderem) Informatik studiert, obwohl ich dabei – insbesondere als Frau unzählige Hürden bewältigen musste. Ich habe mein Studium und meine Promotion abgeschlossen trotz vieler Widrigkeiten: Menschen (in der Regel männlich), die der Ansicht waren, Informatik sei nicht das Richtige für mich, die kontinuierlich meine Fähigkeiten und Qualifikation anzweifelten, insbesondere da ich mich auch für viele Dinge jenseits der Informatik interessiere, und denen ich möglicherweise schlichtweg deshalb ein Dorn im Auge war, weil ich nicht den Klischees und Nerd-Stereotypen entsprach, die mit der Informatik typischerweise in Verbindung gebracht werden.

Dabei sind es genau diese Dinge, die mich von anderen Informatiker*innen und Computerwissenschaftler*innen unterscheiden: Ich brenne für mehr als nur die Informatik, ohne sie dadurch in geringerem Maße zu lieben. Und ja, ich bin eine Frau, und das ist auch sehr gut so, denn es braucht noch deutlich mehr von uns, um die MINT*-Fächer und ihre verstaubten Strukturen mal etwas aufzumischen.

*(MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik)


Meine Vision

Mich treiben drei essentielle Werte an, an denen sich mein Handeln orientiert: Freiheit (Freiheit leben und Freiheit geben), Wissen (Wissen erwerben und Wissen vermitteln) und einen Unterschied zu machen.

Konkret möchte ich als Computerwissenschaftlerin neugierigen Menschen dabei helfen, Informatik und neue Technologien besser zu verstehen, indem ich scheinbar komplizierte Sachverhalte einfach erkläre und mein Wissen weitergebe, damit möglichst viele Menschen Informatik als Werkzeug nutzen können, um gesellschaftliche Probleme zu lösen und die digitale Transformation aktiv zu gestalten.

Es ist mir ein Anliegen, die Informatik als ‘Universalwerkzeug’, das Zugang zu einer Vielzahl von Branchen bietet, standortunabhängiges Arbeiten ermöglicht und zur Lösung vieler verschiedenartiger Probleme eingesetzt werden kann, für alle Menschen zugänglich zu machen. Mein Fokus liegt dabei insbesondere auf Frauen und Mädchen, für die die Informatik einen Schlüssel zur Emanzipation, zu finanzieller Unabhängigkeit und zur gesellschaftlichen Einflussnahme darstellt. Es geht mir nicht darum, für ein Informatikstudium zu werben oder Ähnliches, sondern ich möchte wertvolles Wissen und ganz essentielle Kompetenzen vermitteln, die das Leben leichter machen können. Ich will dazu beitragen, dass Menschen sich von ihrer ‘Technikangst’ befreien können, und aufklären, damit niemand fürchten muss, vom Fortschritt abgehängt zu werden. Auch ein Image-Wandel der Informatik weg vom Nerd-Klischee und dem Vorurteil “Programmieren und ein bisschen Mathematik” liegt mir am Herzen, damit es gelingen kann, ein breiteres Interesse für diese Disziplin zu wecken.

Nicht zuletzt möchte ich die überfachlichen Kenntnisse, die ich mir im Rahmen meiner wissenschaftlichen Laufbahn angeeignet habe, mit anderen Wissenschaftler*innen teilen, um sie persönlich weiterzubringen. Möglicherweise gelingt es mir auf diese Weise auch, in der einen oder anderen Form zu einer Modernisierung des deutschen Wissenschaftssystems beizutragen.